Beschreibung
Als Charlotte neun Jahre alt ist, verändert sich ihr Leben schlagartig. Ihre Mutter hat plötzlich furchtbare Wutausbrüche, dann wieder sitzt sie stundenlang stumm auf dem Sofa und rührt sich kaum. Charlotte erfährt nicht, was wirklich los ist, denn mit Kindern redet ja keiner. Es ist klar, dass sie dringend jemanden braucht, dem sie sich anvertrauen kann. Kirsten Boie erzählt unvergleichlich feinfühlig und mit großer Wahrhaftigkeit davon, wie Charlotte es schafft, mit der Situation und ihrer an Depression erkrankten Mutter umzugehen. Dieses Kinderbuch ab 10 Jahren ist eine berührende Geschichte über Familie, Hoffnung und den Umgang mit psychischen Erkrankungen, die jungen Lesern Trost spendet und zeigt, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind.
Stimmen & Rezensionen
Die Rezension bewertet das Buch als 'sehr empfehlenswert' und beschreibt, wie sich Charlotte nach dem Umzug aufs Land zunächst wohlfühlt und in Lule eine Freundin findet, während ihre Mutter nach der Renovierung des neuen Hauses und der Aufgabe ihres Studiums scheinbar kein Ziel mehr vor Augen hat und ihre Tochter sowie den Haushalt vernachlässigt. Charlotte erlebt hautnah, wie die Gefühle ihrer Mutter zwischen Aggression und Apathie schwanken, versucht sie aber vor der Außenwelt zu schützen; der Vater sieht in ihrer psychischen Verfassung zunächst nur eine Schwäche. Zum Glück findet Charlotte in Lules Mutter eine verständnisvolle Zuhörerin, die mit ihr in kindgerechter Form über die Krankheit Depression -- 'ein großer, grauer Berg' -- spricht. Kirsten Boie lässt den Ausgang bewusst offen: Nach einem missglückten Suizidversuch besuchen Vater und Tochter die Mutter zum ersten Mal in der Psychiatrie. Fazit: ein großartiges Buch, das tief unter die Haut geht, ganz gewiss nicht nur für Kinder geschrieben.
AJuM.de (HeiK) · 2010-01-01Bibliographische Angaben
- Verlag
- FISCHER Sauerländer
- Erscheinungsjahr
- 2020
- Format
- Hardcover
- Seitenzahl
- 140 Seiten
- ISBN
- 9783737357180
- Illustration
- Philip Waechter
Schlagworte
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