Beschreibung
Molly erzählt von einer behüteten Kindheit - bis in der Pubertät alles zu verblassen beginnt: Der blaue Himmel wird grau, vertraute Düfte und Geschmäcker verlieren ihren Reiz, und schließlich bedeuten ihr auch Mama, Papa und die Schwester nichts mehr. Molly fühlt gar nichts mehr, alles ist ihr egal geworden, selbst die Erinnerung an Gefühle geht verloren - so will sie nicht mehr leben. Das Bilderbuch übersetzt den für eine Depression typischen Verlust von Empfindungen kongenial in ein Verblassen der Farben, das bei der Genesung mit fast körperlicher Intensität zurückkehrt. Mögliche Ursachen bleiben bewusst offen, damit sich viele depressive und suizidale Kinder und Jugendliche in Molly wiederfinden können. Ein Anhang liefert Informationen zu Krankheitsbild und Therapieangeboten.
Stimmen & Rezensionen
Thomas Hax-Schoppenhorst würdigt, dass das Buch mutig das sensible Thema Depression und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen aufgreift, und beschreibt die zeichnerische Umsetzung der Krisenmomente als brillant. Kritisch merkt er an, dass die Darstellung von Mollys Klinikaufenthalt und ihrem Weg zurück zur Lebensbejahung ausführlicher hätte sein können, und die Illustrationen der glücklichen Anfangsszenen wirkten stellenweise etwas naiv. Sein Fazit würdigt den Mut des Buches, dieses schwierige Thema anzusprechen. „'Molly und das große Nichts' macht ein mutiges Angebot, über Depression und Suizidalität zu sprechen.“
socialnet.de (Thomas Hax-Schoppenhorst, pädagogischer Mitarbeiter LVR-Klinik Düren) · 2018-07-13Bibliographische Angaben
- Verlag
- Balance Buch + Medien
- Erscheinungsjahr
- 2018
- Format
- Hardcover
- Seitenzahl
- 44 Seiten
- ISBN
- 9783867391269
- Illustration
- Rosa Linke
Schlagworte
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