Beschreibung
Nicos Eltern staunen nicht schlecht, als ihm die schrullige Tante eine selbstgenähte Stoffpuppe schenkt. 'Das ist doch kein Spielzeug für Jungen!', sind sich die Eltern einig, doch Nico schließt Mimi sofort ins Herz und möchte sie überallhin mitnehmen. Charmant und mit viel augenzwinkerndem Humor nimmt die Geschichte Geschlechterzuordnungen bei Spielzeug und gesellschaftliche Normen aufs Korn -- und stellt dabei auch die Frage, welche Aufgaben eigentlich spezifisch Vätern oder Müttern zufallen.
Stimmen & Rezensionen
Susanne Drogi beschreibt, wie Nico von seiner Tante eine selbstgenähte Puppe geschenkt bekommt und seine Familie zunehmend irritiert reagiert -- bis der Vater beim gemeinsamen Basteln eines Puppenwagens selbst hinterfragt, warum eigentlich immer die Jungs mit ihm basteln müssten und nicht auch die Mutter könnte. Gelobt wird, dass Ludovic Flamant nicht nur die Zuordnung von Spielzeug zu Jungen und Mädchen verhandelt, sondern auch auslotet, ob es spezifische Aufgaben für Väter und Mütter gibt, sowie die Freiräume für kindliches Spiel ohne elterliche Reglementierung. Die Tinte-und-Aquarell-Zeichnungen von Jean-Luc Englebert werden als sensibel und an Sempés 'Le petit Nicolas' erinnernd gewürdigt. Fazit: eine nicht sehr innovative, aber wertvolle Gesprächsgrundlage für Vier- und Fünfjährige.
AJuM (Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien, Susanne Drogi) · 2017-09-23Bibliographische Angaben
- Verlag
- Picus
- Erscheinungsjahr
- 2017
- Format
- Hardcover
- Seitenzahl
- 40 Seiten
- ISBN
- 9783854521976
- Illustration
- Jean-Luc Englebert
- Übersetzung
- Alexander Potyka