Beschreibung
Wer keine Aufmerksamkeit bei anderen Menschen findet, den 'gibt es für sie nicht'. Marie ist ein stilles Mädchen. Die anderen Familienmitglieder machen so viel Lärm, dass sie Marie kaum bemerken -- oder sonst etwas, das in der Welt passiert. Marie aber hört die leisen Töne, die das Leben so vielfältig machen: die Libelle, die leise summt, den Hund, der sachte seufzt, oder das Knarzen des Baumes am Ende der Straße. Als Marie eines Tages ganz aufhört zu sprechen, wird ihre Gestalt für die anderen zusehends blasser -- bis die Familie merkt, dass sie sie vermisst, und lernt, sich Zeit zu nehmen, um auch die leisen Zwischentöne des Lebens zu entdecken.
Stimmen & Rezensionen
Maike Kubitza hebt besonders das Ende des Buches hervor: Anders als in vielen anderen Büchern zum Thema Mutismus, in denen das Kind am Ende lauter wird, sind es hier die anderen Familienmitglieder, die sich zurücknehmen und lernen, die Welt aus Maries Augen zu sehen. Die Rezensentin betont, dass Stille dadurch nicht als Schwäche, sondern als eine eigene, zauberhafte Art der Wahrnehmung gezeigt wird -- Marie ruht in sich selbst und nimmt dadurch viel mehr von der Welt wahr als andere. Das ruhige, naturverbundene Cover in Grüntönen transportiere diese Stimmung schon von außen. Fazit: ein wunderbares Bilderbuch über ein empathisches, stilles Mädchen, das zeigt, dass Mutismus nicht nur überwunden, sondern auch respektiert werden kann.
Bücherhausen (Maike Kubitza) · 2020-07-15Bibliographische Angaben
- Verlag
- Carl-Auer
- Erscheinungsjahr
- 2020
- Format
- Hardcover
- Seitenzahl
- 36 Seiten
- ISBN
- 9783968430010
Schlagworte
Ähnliche Bücher
-
Selektiver Mutismus
Der Junge in der Nussschale
Anne Gauß
-
Selektiver Mutismus
Mila spricht!
Babette Bürgi Wirth
-
Selbstständigkeit
Rosa und das Mut-Mach-Monsterchen
Sigrun Eder, Birgit Brandl-Benetseder
-
Selektiver Mutismus
Selina Stummfisch
Karen-Susan Fessel